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No Mutilation But Education


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Maria Nareku, CAFGEM, zu den Unversehrtheitskontrollen (Genital Health Check Ups)

Conny Mwashuma, CAFGEM, Relevanz der Terminologie
Afrika: CAFGEM Kenia
Die Lebenserwartung der KenianerInnen liegt bei etwa 52 Jahren; die Wahrscheinlichkeit nicht älter als 40 Jahre alt zu werden bei etwa 30 Prozent. Mindestens 30 Prozent der Frauen sind Analphabetinnen (regional z. T. wesentlich höher, oft um 90 Prozent). Die Mehrzahl der Mädchen und Frauen lebt mit den gravierenden gesundheitlichen Auswirkungen der systematischen, ritualisierten Gewalt von Zwangsverheiratungen in der Kindheit oder pubertärem Alter und in diesem Zusammenhang durchgeführter genitaler Verstümmelung, um sie als (zu) junge Bräute "rein" zu machen. Sobald ein Mädchen ihre Menstruationsblutung bekommt, wollen die Eltern sie möglichst schnell verheiraten, um eine voreheliche Schwangerschaft und damit die "Gefährdung der Familienehre" nicht zu riskieren... Außer korrupter Staatsführung, Misswirtschaft und einem massiven Raubbau an der Natur, ist deshalb auch die systematische Gewalt gegen die weibliche Bevölkerung durch archaische Strukturen, die mithilfe überholter (religiöser) Dogmen lähmende Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft hat, für das landesweite Elend insbesondere der Mädchen und Frauen verantwortlich: (www.transparency.org)
Selbsthilfe fördern –
Frauen und Kinder stärken
Aufgrund unserer langjährigen Verbindung und
Zuneigung zu vielen Einheimischen, im Bewusstsein ihrer schwierigen
Lebensrealität, fördern wir das Selbsthilfeprojekt CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation), das mit eigenen Strategien frauenfeindliche Strukturen in der Gesellschaft durchbricht.
Unser Handeln fußt auf Erkenntnissen, die wir in vielen Gesprächen mit
kenianischen Menschen unterschiedlichen Alters und Geschlechts erworben haben.
Wir sind deshalb überzeugt, dass man nicht warten
kann auf "bessere Zeiten", um Veränderungen zugunsten der weiblichen Bevölkerung
herbeizuführen, sondern dass zunächst mithilfe von Aufklärung und Bildung
(Förderung des Empowerment) in Verbindung
mit ökonomischer Unterstützung (Einkommen schaffende Maßnahmen) und darauf
fußenden effektiven Kontrollmaßnahmen (z. B. Genital Health Check Ups) neue Fakten
geschaffen werden müssen, um den Teufelskreis zu durchbrechen.
Unser Patenprojekt hat sich gut entwickelt:
Inzwischen profitieren von CAFGEMs Starthilfen für Einkommen schaffende Maßnahmen
viele regional ansässige Frauengruppen unterschiedlicher Ethnien (Zusammenschluß
der Muungano CBO Women und Mbuyuni Women), die durch CAFGEM aufgeklärt sind
und sich vernetzt haben. Insbesondere die Frauen, profitieren aufgrund der
Bildungskampagnen an einem neu gewonnenen Empowerment und möchten die Teilnahme an
der Erwachsenenbildung und multi-ethnischen Frauentreffen - die hier erst durch CAFGEM eingeleitet wurde - nicht mehr missen.
Außer den Erwachsenen der Projektregion (alle Zielgruppen) profitieren je nach Jahrgangsstärke bis
zu 500
Kinder von der Bildung im Projekt-Kindergarten und der Projekt-Schule.
Erst durch eine kontinuierliche Kinder- und Erwachsenenbildung wird der Bevölkerung nach und nach bewusst, dass durch systematische Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen (wie die genitale Verstümmelung und Zwangsverheiratung) die gesamte Gesellschaft massiv in ihrer Entwicklung beeinträchtigt wird, andererseits jedoch eine fortschrittliche Gesellschaft auf das Potential gesunder und gebildeter Frauen nicht verzichten kann. Auf der Basis neu gewonnener Erkenntnisse ist es den ProjektmitarbeiterInnen in der Folge gelungen, den Schritt hin zu effektiven Kontrollmaßnahmen zugunsten der Mädchen- und Frauengesundheit zu tun.
CAFGEM ist Role Model (Vorbild):
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über das Pilotprojekt
von CAFGEM zum messbaren Schutz der Mädchen vor Genitalverstümmelung
durch professionelle Unversehrtheitskontrollen:
Kindergarten und Schule
