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Spendenkonto 211014164 Sparkasse Dortmund
BLZ 44050199 - gemeinnützig
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No Mutilation But Education
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Dorfversammlung auf dem CAFGEM-Schulhof in Kinango
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Aufklärung mit Beckenmodell
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Kinder vor der CAFGEM-Schule

Gespendeter Esel für Taita-Frauen

Projektfahrzeug
VIDEO

Conny Mwashuma, CAFGEM, zur Relevanz der Terminologie bei Aufklärungskampagnen
Aufklärungskampagnen
Die Gesundheit von Frauen hat einen zentralen Stellenwert bei den Bemühungen um eine nachhaltige und den spezifischen Länderbedingungen angepasste Entwicklung. So müssen die Verminderung von Armut (durch Einkommen schaffende Maßnahmen) und dadurch die Aussicht auf Chancengleichheit (Empowerment) das Ziel der gemeinsamen Bemühungen sein. In diesem Kontext ist der Zugang zu Bildung eine Voraussetzung. Das gilt insbesondere für dezentrale Regionen, wo Kampagnen seitens der staatlichen Behörden kaum oder gar nicht durchgeführt werden und die Existenz von Bildungseinrichtungen trotz immenser Summen von "Entwicklungshilfegeldern" durch die Geberländer meist gänzlich fehlt. So versuchen die Community Based Organisations (CBO) - regionale und lokale Zusammenschlüsse von Interessengruppen - sich selber zu helfen, und dabei wollen wir sie unterstützen - insbesondere den stark benachteiligten Frauen, um so einen wirksamen Kinderschutz einzuleiten. "Our protected girls are promise in future!" sagt Maria Nareku, Leiterin der Mbuyuni Women Groups.
Arbeitsmethode von CAFGEM
Nach Ansicht der kenianischen Projekt-Mitarbeiterinnen muss Aufklärung und Bildung den Weg bereiten, die schädliche Gewohnheit von
Genitalverstümmelung (FGM) dauerhaft zu überwinden. Bei
Aufklärungskampagnen wird der Anspruch von
Menschenrechten (Unversehrtheit des Körpers) erklärt, um den Teufelskreis der Unwissenheit zu durchbrechen und
so das
Selbstbewusstsein der Frauen (Empowerment) zu stärken.
Das neue Wissen erleichtert Ihnen den Kampf gegen das selbst geschaffene
körperliche und seelische Leid, welches schädliche Gewohnheiten bewirken. Das
betrifft z. B. die extreme Gewalterfahrung von Genitalverstümmelung in der
Kindheit und die häufige Zwangsverheiratung als Minderjährige, wodurch Mädchen
automatisch von Bildungsprozessen abgekoppelt werden. Hinzu kommt der
schmerzliche Vertrauensverlust zu den Eltern und Erwachsenen, der seelische Narben hinterlässt.
Parallel zur dezentralen Bildung in Dörfern sollten die harten
Lebensbedingungen der Frauen erleichtert werden. Dies geschah bei CAFGEM
in den letzten Jahren z. B. mit der Vergabe von Eseln als Lasttiere. Die Frauen
beschwerten sich darüber, dass sie durch ihre ökonomische Abhängigkeit bei
gesellschaftlichen Entscheidungen (z. B. der Verweigerung von Genitalverstümmelung
an ihren Töchtern)
kein Mitspracherecht hätten. Nach Beratungen mit verschiedenen Gruppen half CAFGEM
deshalb mit Starthilfen für
Einkommen schaffende Maßnahmen: Anschaffung von Ziegen, Eseln, Saatgut,
Baumsetzlingen und Nähmaschinen.
CAFGEM vermittelt in Dörfern biologische und medizinische Grundkenntnisse mithilfe von Print- und Audiomedien und einem weiblichen anatomischen Beckenmodell aus Plastik, das vom Inter African Commité (IAC) für die Aufklärung in dezentralen Regionen entwickelt wurde. Gerade Muslima sind oft überrascht, wenn sie erfahren, dass die Verstümmelung der weiblichen Genitalien kein Gebot ("Sunna") des Islam ist, denn Jahrhundertelang akzeptierten, ignorierten oder befürworteten die meisten religiösen Führer das Verbrechen von FGM an Mädchen.
Vernetzung durch Dorfkommittés
Nach den Kampagnen sammeln sich kleine Gruppen, die eine soziale
Kontrollinstanz in ihren Dörfern bilden und mit CAFGEM vernetzt bleiben. Nach Aussage des CAFGEM-Teams
werden von den Menschen der aufgeklärten Gemeinschaften keine
Genitalverstümmelungen mehr durchgeführt, obwohl einige
Beschneiderinnen versuchten, die Kampagnen zu unterlaufen. Angesichts des
Zusammenhangs zwischen dem Bildungsgrad der Frauen und der Vermeidung von
Genitalverstümmelung bleibt es notwendig, die Seminare auf ihre Wirkung hin
zu überprüfen (follow up).
Für die pädagogische Arbeit erhalten die Frauen eine kleine Vergütung aus
Spendengeldern, womit sie
ihre Familien ernähren.
Die Instandhaltung des alten Projektfahrzeugs auf Kenias Schlaglochpisten macht zusätzlich einen erheblichen
Kostenfaktor bei der ländlichen Aufklärungsarbeit aus. Schon aus
Sicherheitsgründen vor wilden Tieren und aufgrund kilometerweit zu bewältigender
Distanzen bei großer Hitze, Tropenregen und unbefestigten Sandwegen ist es unverzichtbar.
Aufklärung ist Bildung! Ohne langjährige Bildungsmaßnahmen wäre es CAFGEM nicht gelungen, medizinische Kontrolluntersuchungen für die genitale Unversehrtheit der Mädchen in den Bildungseinrichtungen von CAFGEM am Tsavo und bei Taveta durchzusetzen. Projektmitarbeiterinnen und Schulleiterin setzen sich als Verantwortliche des "CAFGEM Role Models" dafür ein, dass weitere Schulen die Check-ups einführen.
Das CAFGEM-Projekt braucht unsere Unterstützung!
Die Umsetzung und Nachhaltigkeit dieser Aktionen zum konkreten Schutz von Mädchen vor FGM ist nur durch Spenden möglich und wird alleinig durch CAFGEM über TABU e.V. finanziert. Staatliche Unterstützung gibt es bislang nicht.
CAFGEM feierte sein 10-jähriges Bestehen im Jahre 2010. Inzwischen werden 15 ProjektmitarbeiterInnen allein für das Projekt am Tsavo beschäftigt. Sie leisten die pädagogische Arbeit, die Instandhaltung und Bewachung der Gebäude. CAFGEM ist als kleiner Arbeitgeber in der abgelegenen Region beliebt und respektiert. Die Familien der Angestellten sind durchweg mittellos und können durch diese Arbeit zumindest ihre Grundnahrungsmittel kaufen. Ihre Kinder besuchen den CAFGEM-Kindergarten und die CAFGEM-Schule.
Schützen Sie mit uns gemeinsam Mädchen vor Genitalverstümmelung mit Ihrer Zuwendung:
Spendenkonto 211 014 164, Sparkasse Dortmund, BLZ 440 501 99, gemeinnützig.
Fotos, Video und Text © Ulla Barreto
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