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No Mutilation But Education

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 Maria Nareku, CAFGEM, zu den Unversehrtheitskontrollen der Mädchen (Genital Health Check Ups)

CAFGEM Kindergarten

Unversehrtheitskontrollen der Mädchen
Role Model - Genital Health Check-Ups

Um Kindern eine Chance auf Bildung zu geben und Mädchen vor der weiblichen Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation / FGM) zu schützen, wurde 2003 von CAFGEM der erste Kindergarten in der Projektregion eingerichtet. Kinder gaben ihm den Namen "Blue Ostrich Nursery" (Blauer Strauß). Das Motto des Projekts "No Mutilation But Education" (Bildung statt Genitalverstümmelung) wird schon an der Außenwand dokumentiert. Es wurden bunte Möbelchen und einige sinnvolle Spielzeuge angeschafft. Engagierte deutsche SpenderInnen sammeln fleißig dunkelhäutige Puppen, die wir jährlich nach Kenia transportieren. Sie erhalten dort eine völlig neue Funktion, indem sie bei CAFGEM der kindgerechten Aufklärung gegen Genitalverstümmelung dienen.
In der Shamba hinter dem Kindergarten werden Papayabäume für die Vitaminversorgung angebaut.
Der materielle Bedarf einschl. der Personalkosten von zwei Pädagoginnen, einer Köchin und einer Gärtnerin wird finanziert mit Spenden aus Deutschland über TABU e.V. Pädagogische Materialien, Spielzeug, Grundnahrungsmittel und Medikamente müssen vor Ort gekauft werden.

Die Kinder gehören verschiedenen Ethnien und Religionen an. CAFGEM nimmt jährlich alle bedürftigen Mädchen auf, um sie an  der Vorschulbildung teilhaben zu lassen. Ihre Eltern werden motiviert an der Erwachsenenbildung von CAFGEM teilzunehmen. Die Ausstattung des Kindergartens ist nach unserer Vorstellung sehr bescheiden. In unseren Koffern findet sich jedoch jährlich Platz für Nachschub an Spielzeug, und sei es vom Flohmarkt. Die Kinder jedoch sind sehr wissbegierig und freuen sich über jedes noch so schlichte Spielzeug, das sie zuvor nie gesehen haben. Vielleicht können die größeren schon eine Ziege melken, aber sie lernen erst bei CAFGEM, einen Buntstift oder Bleistift zu benutzen und sind fasziniert darüber, was sie alles damit anfangen können.

Um aber mit dem Anspruch des Schutzes vor Genitalverstümmelung ernst genommen zu werden, halten die Erzieherinnen weitere konkrete Maßnahmen zu entwickeln für erforderlich: CAFGEM verpflichtet zunächst die Eltern bei der Aufnahme ihrer Töchter, sie keiner genitalen Verstümmlung zu unterziehen und regelmäßig  medizinisch durchgeführten Kontrollen (Genital Health Check Ups) zuzustimmen. Diese Untersuchungen werden regelmäßig in einer nahen Gesundheitsstation professionell durchgeführt und bieten  so einen nachweislichen Schutz für alle Mädchen, welche die CAFGEM-Einrichtungen besuchen. Sie werden mit Zertifikaten dokumentiert und mit einer Festlichkeit belohnt. Sowohl Kinder wie Eltern erfahren dadurch die Kontrollen als etwas Positives. Jährlich vergrößern sich auf diese Weise die Gruppen (peer groups) der unversehrten Mädchen. Zur Bewusstseinsbildung lernen die Kinder zusätzlich Lieder und Gedichte, die seither in der Region populär sind.
Dieses Prüfverfahren gegen FGM an Mädchen ist bisher einmalig in Kenia/Afrika. CAFGEM wurde dafür von den lokalen Autoritäten als Role Model gewürdigt und anerkannt! Jetzt bemühen sich die MitarbeiterInnen, durch Lobbyarbeit weitere Kindergärten und Schulen zur Nachahmung zu motivieren.

Im CAFGEM-Kindergarten werden zwei Altersgruppen betreut; die älteren nehmen am Vorschullernen teil. Weil der Bedarf und die Beliebtheit sehr groß ist, platzt das Kinderhaus aus allen Nähten. Die Pädagoginnen wünschen sich deshalb dringend einen Anbau für einen zweiten Raum.

Wenn Sie diese tolle Einrichtung mit uns zusammen erhalten möchten, bitten wir um Ihre Spende oder Fördermitgliedschaft (bei uns schon ab 36 Euro jährlich).

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