TABU e.V.             

Wir schützen kleine Wüstenblumen!  
 
Gegen Genitalverstümmelung  
Für Kinder- und Frauenrechte

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Schützen Sie mit uns gemeinsam Kinder mit einer dauerhaften Zuwendung. Fördermitgliedschaft: ab 36 Euro jährlich, nur 3 Euro monatlich.

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Spendenkonto 211014164 Sparkasse Dortmund
BLZ 44050199 - gemeinnützig
Wir kontrollieren die Verwendung jährlich vor Ort in Kenia.
 


Gemeinsames Handeln:
TABU e.V. in Kenia

Alle Kinder haben ein Recht auf Schutz und Bildung


Video

Maria Nareku, Kenia zur Problematik der internationalen Wechselwirkung von Genitalverstümmelungen und den medizinischen Unversehrtheitskontrollen bei CAFGEM und Mbuyuni Women in der Taveta-Region

 

 

 

 

 

 

 

 

Bundesrepubilk Deutschland -
Aktionen Kinderschutz

Seit 1997 leisten wir in Deutschland Aufklärung zum Thema Weibliche Genitalverstümmelung (FGM). Unser Verein organisierte mehrfach Events und Kunstausstellungen in der Auslandsgesellschaft Dortmund, im Reinoldinum, im Polizeipräsidium Dortmund, in NRW-Rathäusern, in Universitäten, in Volkshochschulen und staatlichen, kirchlichen und privaten Einrichtungen von Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Die Befürchtung, als RassistInnen abgestempelt zu werden, wenn man sich "einmischt", führt bei vielen Menschen zu Befangenheit oder Resignation. Jahrelang glaubten Aktivistinnen, dass die Aufklärung der Öffentlichkeit allein ein wirksamer Schutz gegen ein Verbrechen an Kindern sei. Das hat sich leider nicht bewahrheitet. Nur in einzelnen, bisher nicht nachprüfbaren Fällen, mögen Eltern von der ritualisierten Gewalt FGM Abstand genommen haben. Andere wiederum, und zwar rd. 80 Prozent, halten an dieser schädlichen Gewohnheit fest, wie eine österreichische Studie belegt. Die Verhinderung (Prävention) dieser Straftat muss deshalb zugunsten eines konkreten Kinderschutzes neben der allgemeinen Aufklärung Priorität bekommen. Auch wir empfinden den Anspruch nach Nicht-Intervention, wie er von einigen Unbelehrbaren gefordert wird, nicht nur unaufrichtig, sondern sehen dies als ein moralisches Problem, indem damit die Existenz von kultur- und grenzüberschreitenden Werten wie Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Menschen infrage gestellt wird. Als Folge werden quasi Menschenrechtsverletzungen - in diesem Fall Genitalverstümmelungen an Kindern - und damit Verweigerung von Gesundheit, Mobilität und Erlebnisfreiheit für andere Menschen eingeschränkt oder - im schlimmsten Fall - durch gravierende Gesundheitsschäden blockiert wird. Die psychischen und physischen Auswirkungen sind immer wieder aufgezeigt worden (s. Link "Genitalverstümmelung"). Die Aufklärung der Zivilbevölkerung bleibt zwar eine wichtige Voraussetzung für Veränderung, sie allein ist jedoch nicht ausreichend für eine möglichst flächendeckende Verhinderung von FGM. Deshalb plädieren wir für die Umsetzung eines geeigneten staatlichen Schutzprogramms, das gekoppelt sein muss an eine differenzierte Meldepflicht seitens des medizinischen Personals in Gesundheitsämtern, Praxen und Kliniken. Mit einer solchen Maßnahme würden Kinder und ihre Eltern nicht etwa durch Stigmatisierung diskriminiert, sondern Kinder endlich wirksam geschützt werden können.

Vorbild für die Arbeit zum Kinderschutz
ist Ayaan Hirsi Ali, ehem. Abgeordnete im holländischen Parlament. In Ihrem Buch "Ich klage an" (Piper/ISBN 3-492-04793-9) zeigt sie eine Lösung für den Mädchenschutz gegen Genitalverstümmelung. Ihr Konzept beschreibt ein erstes Präventionsprogramm in dem Kapitel "Genitale Verstümmelungen dürfen nicht geduldet werden".

Dilemma der Wechselwirkung von "FGM-Tourismus"
In Kenia, Ost-Afrika, leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe eines sog. Graswurzelprojekts, das sich mit unserer Unterstützung schrittweise institutionalisieren konnte. CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation) ist eine staatlich registrierte Community Based Organisation (CBO/NGO) und wird ausschließlich über unseren gemeinnützigen Verein TABU finanziell und ehrenamtlich unterstützt. Auch die hier medizinisch durchgeführten Gesundheitskontrollen der Mädchen werden durch diese Spenden finanziert. Damit sind sie gefährdeten Mädchen in Deutschland einen entscheidenden Schritt voraus. Jedoch werden Mädchen aus Migrantenfamilien zu 80 Prozent zur Durchführung von FGM in die Herkunftsländer ihrer Eltern verbracht, weil sie genau wissen, dass ihre Töchter bei der Durchführung durch Verblutung sterben können (etwa ein Drittel), was in ihren Heimatländern leichter zu vertuschen ist, als in Europa. Damit werden die Anti-FGM-Kampagnen, die größtenteils durch unsere Steuergelder oder Spenden finanziert werden, unterlaufen. Diese schädliche Wechselwirkung kann nur durch staatliche Schutzprogramme in den Ländern der Migration verhindert werden.

Wir informieren Sie gern über unser Engagement mit einem Vortrag und/oder organisieren mit Ihnen eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten von CAFGEM in Kenia. Mit Ihrer Spende oder Fördermitgliedschaft helfen sie uns, das bisher einzige Projekt, das ein konkretes Schutzprogramm realisiert hat, nachhaltig zu unterstützen.

Rufen Sie uns an: 0231 - 12 31 09
oder senden Sie uns eine e-mail:
ulla.barreto@verein-tabu.de

 

 

 


Fotos und Text  © Ulla Barreto, TABU e.V.,
Mit freundlicher Genehmigung: RN-Redaktion, Verlag PIPER