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Esel erleichtern den Arbeitsalltag der Frauen.

Dhufful-Matten werden traditionell hergestellt von Nomadinnen.

Artemesia-Annua ist eine Pflanze, die wirksam und ohne Nebenwirkungen
gegen Malaria hilft.
VIDEOs

CAFGEM-Workshop
Handwerk - Dhufful-Flechterei
Einkommen für Frauen
Wir unterstützen Selbsthilfe-Projekte von Dorffrauen, die dazu dienen, ihre ökonomischen Lebensbedingungen auf dem Land zu verbessern. Diese Begleitmaßnahmen helfen, die körperliche Unversehrtheit von Mädchen und Frauen zu schützen, die Frauengesundheit insgesamt zu verbessern und ihrer Verarmung entgegenzuwirken. Die Töchter verschaffen den Eltern üblicherweise ein Brautgeld (Dhauri). Arme Familien wollen darauf nicht gerne verzichten. Die Voraussetzung für Heiraten sind/waren die genitale Verstümmlung der Mädchen und oft ihr zu junges Alter (Early Marriage). Um ein Umdenken zu erreichen sind Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen unerlässlich.
Um die Frauen und Mütter in ihrem Selbstbewusstsein (Empowerment) zu bestärken, sich dem patriarchalen Druck zu widersetzen, ist zusätzlich die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation von maßgeblicher Bedeutung. Deshalb ist es erforderlich, mit Spendengeldern die Starthilfen von CAFGEM für Einkommen schaffende Maßnahmen an Frauengruppen zu unterstützen. Zwischen den Frauen und CAFGEM hat sich eine Wechselwirkung in Bezug auf diese vertrauensbildenden Maßnahmen und einer sich daraus ergebenden sozialen Kontrolle gegen die genitale Verstümmelung (FGM) von Mädchen in ihren Dörfern entwickelt. Eine aufgeklärte Zivilgesellschaft und wirtschaftlich unterstützte Frauen, können sich effektiver gegen schädliche Gewohnheiten wie der ritualisierten Gewalt gegen Kinder durch Genitalverstümmelung und Zwangsheirat zur Wehr setzen und damit ihr selbst geschaffenes Leid beenden.
Beispiele für ökonomische Unterstützung:
Arbeitserleichterung: Esel-Initiative
Für Touristen mag es "exotisch" sein, aber die meisten afrikanischen Frauen
wünschen sich ein Ende des mühseligen Wasserschleppens auf ihren Köpfen. Weil
kilometerlange Wasserleitungen teuer sind, startete CAFGEM 2005 mit der Vergabe von Eseln
als Lasttiere. Die Esel können Wasserkanister, Holzbündel oder Agrarerträge
befördern und erleichtern so den Frauen ihren Arbeitsalltag, bei gleichzeitiger
Verbesserung ihres Einkommens. Manche Frauen benutzen die Tiere auch zum Reiten.
Kranke Menschen können mit Eseln besser zu einer Krankenstation befördert
werden.
Inzwischen schätzen auch Duruma-Frauen die Esel, obwohl sie deren Haltung zuvor
nicht kannten.
Kultur: Bewahrung alter Handwerkskunst
Eine fast ausgestorbene Handwerkskunst der ost-afrikanischen Nomadinnen
(Somali, Orma) ist das Flechten von Dhufful. Dabei handelt es sich um
große Matten mit unterschiedlichen Ethno-Mustern, die über mobilen Hüttengestellen
befestigt werden. Für die Herstellung werden von den Frauen bestimmte Gräser
verwendet, die transportiert, trocken gelagert und
geflochten werden. Im Innern der Hütten ist das Design sichtbar, während außen
das lange Gras zum Schutz vor Hitze, Sandstürmen oder Regen erhalten bleibt.
CAFGEM hilft den Frauen, die aufwändig gefertigten Matten mit dem
Projektfahrzeug zu transportieren, um sie auf lokalen Märkten verkaufen zu
können.
Um diese kulturelle Handwerkskunst zu
erhalten, bietet CAFGEM den Flechterinnen in der Projekt-Schule die Möglichkeit, ihre
Fähigkeiten an Kinder und Jugendliche in Workshops weiterzugeben. Die fertigen
Dhufful werden derzeit auch von CAFGEM angekauft, um damit eine Attraktion für
BesucherInnen zu schaffen. Mehrere Frauen erhalten durch
diese komplexe Maßnahme ein Einkommen.
Gesundheit durch
Selbsthilfe:
Artemesia Annua zur Malaria-Behandlung
Der chinesische Beifuss "Artemesia
Annua" hilf in China bereits seit mehr als 2000 Jahren gegen Malaria, die
jährlich tausende Menschen dahinrafft. Mithilfe der Organisation ANAMED werden
auch in Afrika MultiplikatorInnen ausgebildet, um die Pflanze anzubauen und
weiterzuverarbeiten. CAFGEM-Aktivistinnen nahmen in Musoma/Tanzania, an einem
dieser Seminare teil und geben ihr Wissen an die CAFGEM-Frauengruppen weiter.
Zwei Gruppen bauen die Pflanze erfolgreich an und verkaufen die getrockneten
Blätter als natürliches Heilmittel. Der Artemesia-Tee hilft nicht nur zur
Behandlung bei Malaria, sondern mobilisiert die Abwehrkräfte des Körpers. Ein
Segen für Menschen in armen Ländern, die kaum einen Zugang zu medizinischen
Einrichtungen haben.
Mehr Informationen:
www.anamed.de

