TABU e.V.             

Wir schützen kleine Wüstenblumen!  
 
Gegen Genitalverstümmelung  
Für Frauen- und Kinderrechte

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Bildung ist Zukunft
Für Habon zahlt CAFGEM die Internatsgebühren. Sie konnte damit einer Zwangsheirat  entgehen. Als Kindergärtnerin will sie später im Projekt mitarbeiten.


Jugendarbeit zeigt Erfolge:
Die Fußballtrikots wurden bedruckt mit dem Projektmotto:    No Mutilation - But Education!    Die Gründung von Mädchenteams ist in der Savanne eine Sensation!


Esel erleichtern den Arbeitsalltag der Frauen.


Artemesia-Annua ist eine Pflanze, die wirksam und ohne Nebenwirkungen gegen Malaria hilft.

VIDEO


CAFGEM-Workshop
Dhufful-Flechterei

Herumliegender Müll ist zu einer Geißel in Entwicklungsländern geworden. CAFGEM klärt auf und leitet die lokale Müllentsorgung ein.

 

 

 

 

 

Einkommen für Frauen
und Jugendarbeit

Wir unterstützen Bildung und Selbsthilfe-Projekte von Dorffrauen, die dazu dienen, ihre ökonomischen Lebensbedingungen auf dem Land zu verbessern. Diese Begleitmaßnahmen helfen, die körperliche Unversehrtheit von Mädchen und Frauen zu schützen, die Frauengesundheit insgesamt zu verbessern und ihrer Verarmung entgegenzuwirken. Die Töchter verschaffen den Eltern üblicherweise ein Brautgeld (Dhauri). Arme Familien wollen darauf nicht gerne verzichten. Die Voraussetzung für Heiraten sind/waren die genitale Verstümmlung der Mädchen und oft ihr zu junges Alter (Early Marriage). Um ein Umdenken zu erreichen sind Aufklärungs- und Bildungsmaßnahmen eine unerlässliche Voraussetzung für einen gesellschaftlichen Wertewandel.

Auch junge Männer sind eine wichtige Zielgruppe für Aufklärungsarbeit, da sie die Entscheidung treffen sollen, zukünftig auf "beschnittene" Bräute zu verzichten. Durch CAFGEM haben sich vier Fußballteams in Dörfern und in der Projektschule gegründet, die sich freuen über die gesponserte Sportausstattung. Das Motto des Projekts "No Mutilation But Education" haben sie sich auf ihre T-Shirts gedruckt. Ein toller Erfolg der Aufklärungsarbeit von CAFGEM!

Um die Frauen und Mütter in ihrem Selbstbewusstsein (Empowerment) zu bestärken, ist die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Situation von maßgeblicher Bedeutung. Deshalb ist es erforderlich, mit Spendengeldern die Starthilfen von CAFGEM für Einkommen schaffende Maßnahmen an Frauengruppen zu unterstützen. Zwischen den Frauen und CAFGEM hat sich eine Wechselwirkung in Bezug auf diese vertrauensbildenden Maßnahmen und einer sich daraus ergebenden sozialen Kontrolle gegen die genitale  Verstümmelung (FGM) von Mädchen in ihren Dörfern entwickelt. Eine aufgeklärte Zivilgesellschaft und wirtschaftlich unterstützte Frauen, können sich effektiver gegen schädliche Gewohnheiten wie der ritualisierten Gewalt gegen Kinder durch Genitalverstümmelung und Zwangsheirat zur Wehr setzen. 

Beispiele für ökonomische Unterstützung:

Arbeitserleichterung: Esel-Initiative 
Für Touristen mag es "exotisch" sein, aber die meisten afrikanischen Frauen wünschen sich ein Ende des mühseligen Wasserschleppens auf ihren Köpfen. Weil kilometerlange Wasserleitungen teuer sind, startete CAFGEM 2005 mit der Vergabe von Eseln als Lasttiere. Die Esel können Wasserkanister, Holzbündel oder Agrarerträge befördern und erleichtern so den Frauen ihren Arbeitsalltag, bei gleichzeitiger Verbesserung ihres Einkommens. Manche Frauen benutzen die Tiere auch zum Reiten.

Gesundheit durch Selbsthilfe:
Artemesia Annua zur Malaria-Behandlung

Der chinesische    Beifuss "Artemesia Annua" hilf in China bereits seit mehr als 2000 Jahren gegen Malaria, die jährlich tausende Menschen dahinrafft. Mithilfe der Organisation ANAMED werden auch in Afrika  MultiplikatorInnen ausgebildet, um die Pflanze anzubauen und weiterzuverarbeiten. CAFGEM-Aktivistinnen nahmen in Musoma, an einem dieser Seminare teil und geben ihr Wissen an die CAFGEM-Frauengruppen weiter. Zwei Gruppen bauen die Pflanze erfolgreich an und verkaufen die getrockneten Blätter als natürliches Heilmittel. Der Artemesia-Tee hilft nicht nur zur Behandlung bei Malaria, sondern mobilisiert die Abwehrkräfte des Körpers. Ein Segen für Menschen in armen Ländern, die kaum einen Zugang zu medizinischen Einrichtungen haben.
Mehr Informationen:
www.anamed.de 

Kultur: Bewahrung alter Handwerkskunst - Flechten von Dhuffuls

Eine fast ausgestorbene Handwerkskunst der ost-afrikanischen Nomadinnen (Somali, Orma) ist das Flechten von Dhufful. Dabei handelt es sich um große Matten mit unterschiedlichen Ethno-Mustern, die über mobilen Hüttengestellen befestigt werden. Für die Herstellung werden von den Frauen bestimmte Gräser verwendet, die trocken gelagert und geflochten werden. Im Innern der Hütten ist das Design sichtbar, während außen das lange Gras zum Schutz vor Hitze, Sandstürmen oder Regen erhalten bleibt. Um diese Handwerkskunst zu erhalten, bietet CAFGEM den Flechterinnen in der Projekt-Schule die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten an Kinder und Jugendliche in Workshops weiterzugeben. Die fertigen Dhufful werden derzeit auch von CAFGEM angekauft, um damit eine Attraktion für BesucherInnen zu schaffen.

Umweltschutz: Müllentsorgung - Einkommen für arme Frauen

CAFGEM leitete in Zusammenarbeit mit dem Munizipal die lokale Müllentsorgung ein. Herumliegender Abfall ist Auslöser für viele gefährliche Infektionen - besonders in den Tropen. Durch CAFGEM erhalten arme Frauen eine Starthilfe für die Ausstattung ihrer Schutzkleidung und die Anschaffung von Eseln, Karren usw. um Müll einsammeln zu können. Eine Deponie wurde bereits ausgehoben. Für die Müllentsorgung erhalten die Frauen von den Müllverursachern ein Entgelt und können damit ihren Lebensunterhalt bestreiten. Für die Bevölkerung bietet CAFGEM theoretische Aufklärung zur Müllproblematik in der Projektschule an.

 

Texte und Fotos © TABU e.V.