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Gegen Genitalverstümmelung  
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VIDEOS


Maria Nareku, CAFGEM, zu den Unversehrtheitskontrollen (Genital Health Check Ups)

 


Conny Mwashuma, CAFGEM,  Relevanz der Terminologie

Genitalverstümmelung

Genitalverstümmelungen (international Female Genital Mutilation, kurz FGM) gehören zu den systematischsten und am weitesten verbreiteten Misshandlungen und Kinderrechtsverletzungen – mit über drei Millionen Opfern jedes Jahr allein in Afrika, jene aus dem Jemen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Irak und Iran sowie aus Indonesien und Malaysia noch gar nicht eingerechnet.

Bei der genitalen Verstümmelung werden Mädchen die Klitoris und meist auch die inneren Schamlippen herausgeschnitten (Klitoriedektomie, Exzision). Bei der drastischen Form (Infibulation) werden zusätzlich die großen Schamlippen ausgekratzt, wobei auch der Venushügel betroffen sein kann. Verbleibende Hautlappen werden über der Harnöffnung mit Akaziendornen verknebelt (ländliche Regionen) oder mit beliebigem Nahtmaterial vernäht. Manche BeschneiderInnen glauben, sie müßten die Vagina zusätzlich ausschaben, um sie zu "reinigen" (Introzision). Nur eine winzige Öffnung verbleibt für den hernach problematischen bis qualvollen Austritt von Urin und Menstruationsblut. Die Mädchen und jungen Frauen sollen an der Entfaltung einer eigenständigen Sexualität  gehindert werden, um sie dadurch besser "kontrollieren" zu können.

Bis zu 98% der Mädchen eines Landes oder einer Region (z.B. in Ägypten, Äthiopien, Eritrea, Sudan, Somalia, Senegal, Gambia, Kenia, Niger, Nigeria, Mali, Sierra Leone, uvm.) werden durch die Verstümmelung ihrer Genitalien gequält, körperlich schwer geschädigt und oft lebenslang traumatisiert. Weltweit müssen wir von weit mehr als 200 Millionen Betroffenen ausgehen. UNICEF teilte 2005 mit: jeden Tag werden mindestens 8.000 Babies, Kleinkinder und Mädchen aller Altersstufen genitalverstümmelt!