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Aufklärung mit Puppen: CAFGEM-Projekt in Kenia
© TABU e.V.
AKTUELLES
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Medienbüro Gesine Lübbers
gestalten und sponsern TABU eine gelungene Infokarte.
Prävention in der Migration
Auch in Deutschland und der EU werden Mädchen aus Migrantenfamilien vor Genitalverstümmelung noch immer nicht geschützt. Das bezieht sich nicht nur auf Familien in schwebenden Asylverfahren, sondern auch auf bereits eingebürgerte Familien, die aus Überzeugung und Gewohnheit an diesem schädlichen Brauch festhalten.
Die Einführung eines Präventionsprogramms für gefährdete Mädchen in
Deutschland und in der Europäischen Union ist nach unserer Auffassung
dringend notwendig. Das Kapitel "Genitalverstümmelungen dürfen nicht geduldet
werden" aus dem Buch "Ich klage an" von Ayaan Hirsi Ali, ISBN 3-492-04793-9,
ehemalige Abgeordnete des holländischen Parlaments, hat uns überzeugt. Einzelnen MitarbeiterInnen in
öffentlichen Einrichtungen kann nach unserer Erfahrung der letzten zehn Jahre
keine grundsätzliche Verantwortung
dafür übertragen werden,
diese ritualisierte Gewalt an weiblichen Kindern zu verhindern. Aufklärung ist
zwar eine Voraussetzung, um ein Umdenken bei Eltern einzuleiten, doch können wir
nicht prüfen, ob diese Aufklärung nicht wirkungslos verpufft. Es bleibt zunächst
bei einem Appell, dessen Wirkung bisher nicht überprüfbar ist. Gerade in einem
fremden Land halten Einwanderer oft aus Gründen der Angst vor Identitätsverlust
stärker an ihren althergebrachten Gewohnheiten fest. Aus einer österreichischen
Studie und Gesprächen mit Migrantinnen wissen wir heute, dass etwa 80 Prozent
der Mädchen hier bei uns immer noch dem schädlichen Ritual von FGM unterworfen
werden. Kaum jemandem fällt auf, wie die Kinder darunter zu leiden haben.
Genitalverstümmelungen sind Menschenrechtsverletzungen!
Wir plädieren deshalb dafür, dass die Bundesregierung
eine flächendeckende ärztliche Untersuchungspflicht für alle hier
lebenden Kinder einführt, denn Kinderschutz sollte für alle Kinder gelten,
ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Was in unserem Förderprojekt
CAFGEM in Kenia durchgesetzt wurde, sollte erst recht in einer Demokratie
möglich sein.
Texte und Fotos © TABU e.V.



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