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No Mutilation But Education
Kamele: Nutztiere für eine sinnvolle Einkommen schaffende Maßnahme für Frauengruppen.

Bewahrung traditioneller Handwerkskunst: Dhufful-Flechterei der Nomadinnen.
VIDEO

Workshop bei CAFGEM: Flechtkunst der Nomadinnen - Erhaltung positiver Kulturpraktiken als Einkommen schaffende Maßnahme.
Gewinn beim Wettbewerb von Mission Sustainabilitiy - Berlin 2009, Rat für Nachhaltigkeit
Einkommen für Frauen:
Stärkung des Empowerment
Beispiel 1: Das Kamel-Projekt
Aufgrund der aktuellen Klimaschwankungen leidet auch Ost-Afrika häufiger unter anhaltenden Dürren. Wilde Tiere und Nutztiere sind zwischen 2006 - 2009 zu zehntausenden in den Steppen verendet und Ernten vertrocknet. Internationale Medien berichteten darüber. Bei unserem Projektbesuch in Kenia im Oktober 2009 konnten wir uns persönlich von der Katastrophe überzeugen. Die verzweifelten Einheimischen machten uns darauf aufmerksam, dass Kamele (Dromedare) während Dürreperioden eine weitaus bessere Überlebenschance haben, als die vom Gras abhängigen Rinder. Da auch einige Frauengruppen der Kinango-Region, denen CAFGEM eine Starthilfe für die Zucht von Kühen gegeben hatte, ihre Tiere verloren hatten, befinden sie sich in konkreter Not und müssen wieder bei Null anfangen.
Bedarf: In Meetings wurde beschlossen, statt der empfindlichen Kühe besser Kamele anzuschaffen, die nicht allein Gras als Futterpflanze benötigen. Die Milch dieser Tiere ist gehaltvoller, sehr begehrt und lässt sich deshalb sehr gut vermarkten. Kamelmilch löst keine Laktoseallergie aus. Auch das Fleisch, die Wolle und die Knochen der Tiere bieten Absatzmöglichkeiten. Darüber hinaus sind die Dromedare - anders als Kühe - Reit- und Lasttiere. Für den Start einer Zucht sind ein männliches Tier mit mindestens drei Weibchen erforderlich. Die Kosten für ein gesundes Tier variieren je nach Alter und Zustand zwischen 500 - 800 Euro.
Sie können bei der Anschaffung konkret helfen mit einer Spende unter dem Stichwort "Kamelprojekt" auf unser gemeinnütziges TABU-Konto.
Schon im Sommer 2010 könnten dann die Tiere angeschafft werden und die Frauen
mit ihrer neuen Arbeit beginnen.
Erster Abnehmer für die Kamelmilch wäre der Projekt-Kindergarten, denn oft ist
in Trockenzeiten keine Milch zu bekommen für den morgendlichen Haferflockenbrei
der Kinder.
Beispiel 2: Das Dhufful-Projekt
Eine fast ausgestorbene Handwerkskunst der ost-afrikanischen Nomadinnen (Somali und Orma) ist das Flechten von Dhufful. Dabei handelt es sich um Grasmatten mit schönen Ethno-Mustern, die über runden Hüttengestellen befestigt werden, do dass ein "Gras-Iglu" entsteht. Beim Weiterziehen können sie abgenommen und zur nächsten Lagerstelle transportiert werden. Für die Herstellung sind nur bestimmte Gräser verwendbar, die von den Frauen geerntet und verarbeitet werden. Im Innern der Hütten ist das Design sichtbar, während außen das Gras zum Schutz vor Hitze, Sandsturm und Tropenregen erhalten bleibt. Das Innere eines Dhufful bietet überraschende Gemütlichkeit.
CAFGEM bietet den Frauen eine Gelegenheit, in der CAFGEM-Schule einen Workshop zu betreiben, um nachfolgenden Generationen diese kreative Kulturpraktik zu erhalten. Die SchülerInnen erfahren Theorie und Praktik der Jahrtausende alten Dhufful-Flechtkunst, die unentbehrlich war für das Überleben der Nomadenvölker in den Wüsten- und Savannenregionen. Ziel der Maßnahme: Fertige Dhuffuls werden gesammelt für die Entstehung eines außergewöhnlichen Kulturzentrums für Safari-Durchreisende bei der Projektschule. Hier können die Nomadenfrauen später Tee und Souvenirs verkaufen.
Spenden Sie unter dem Stichwort "Dhufful" auf unser gemeinnütziges Konto für die schönen Ethno-Matten. So erhalten die Flechterinnen ein angemessenes Einkommen und das Dhufful-Kulturzentrum kann bald errichtet werden.
Beide Projekte wurden ausgezeichnet beim Wettbewerb von Mission Sustainability / 2009 vom Rat für Nachhaltigkeit, Berlin.
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