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Umweltschutz

Kenia hat massive soziale, ökonomische und ökologische Probleme und gehört trotz Einnahmen durch die Tourismusindustrie zu den ärmsten Ländern der Welt, denn die Einnahmen daraus und staatliche Zuwendungen der Geberländer im Rahmen der "Entwicklungshilfe" landen auf den Konten der korrupten Regierungsbeamten. Die weitläufigen Savannenregionen mit ihren Ressourcen an Baumbestand und Wasservorräten sind durch illegale Abholzungen für Holzkohle und Export bedroht gänzlich zu verwüsten. Für die Entsorgung von Industrie- und Hausmüll gibt es keine ausreichende Infrastruktur in den Städten. In den ländlichen Gebieten ist sie praktisch nicht vorhanden. 

1. Projekt - Müllabfuhr und Recycling

CAFGEM will in seiner Region das Problem der Müllproblematik von der Basis her angehen. Die Zunahme von Plastikmüll verschandelt unübersehbar die ursprüngliche Landschaft. Die Landesregierung bietet kein flächendeckendes Programm. Im Projektgebiet gibt es bisher noch keine Lösung für diesen Zustand, wie z. B. Aufklärung zur Müllvermeidung oder gar bewachte Deponien. Statt dessen findet sich überall verstreuter Abfall, insbesondere Plastik und Batterien. Er stellt eine konkrete Gefahr für Menschen, sowie wilde und zahme Tiere dar. Häufig verenden Tiere an gefressenem Plastikmüll.  Herumliegender Abfall bildet gerade in den Tropen Brutstätten für gefährlichste Infektionen. Aufgrund der herrschenden Armut haben die Menschen meist kein Geld für die medizinische Behandlung von Typhus, Ruhr oder Cholera, die sich dann rasch zu einer Epidemie ausweiten.

Die lokalen Frauengruppen haben an Meetings bei CAFGEM teilgenommen und sich an die zuständige Behörde gewandt. Die Community ist entschlossen, Sammelstellen einzurichten und Recycling-Möglichkeiten zu nutzen, aber die finanzielle Unterstützung seitens der Regierung fehlt bislang und braucht einen "längeren Atem". 

Bedarf: CAFGEM möchte nicht nur ideell, sondern auch finanziell einen Beitrag zu dieser Aktion leisten um Fakten zu schaffen, denn die Zunahme von Müll wird unerträglich. Auch könnten mittellose Frauen als Müllarbeiterinnen ein kleines Einkommen erhalten. Benötigt werden Arbeitskleidung und -ausstattung.

 

2. Projekt - Baumschule

Das Projektgebiet bietet aufgrund der sandigen, harten Bodenbeschaffenheit für die Agrarwirtschaft keine idealen Bedingungen. CAFGEM will dennoch dem illegalen Holzkohleraubbau mit einer Baumschule an der Projektschule praktisch und theoretisch entgegenwirken. Schon jetzt werden auf dem Schulhof tropengeeignete Casuarina-Bäume angepflanzt. Die CISP-Organisation in Malindi entsandte einen Fachmann für ein Seminar in der CAFGEM-Schule und gab anschließend praktische Anleitungen zur Anzucht von Setzlingen. Die CAFGEM-Schulkinder haben damit begonnen, Baumsetzlinge im Schulgarten zu ziehen, welche für die Pflanzungen in Frage kommen.

Bedarf: Für die Ausweitung und Entwicklung dieser Maßnahme wäre ein professionelles unterirdisches Leitungssystem wegen der heißen Tropensonne ideal.

Fachleute die CAFGEM bei der Umsetzung der Umweltprojekte helfen und beraten möchten, können uns jederzeit  gerne kontaktieren.