TABU e.V.             

Wir schützen kleine Wüstenblumen! 
 
Gegen Genitalverstümmelung  
Für Frauen- und Kinderrechte

SPENDEN

Kinderschutz braucht eine dauerhafte Finanzierung für  Nachhaltigkeit. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende oder dauerhaft mit einer  Fördermitgliedschaft, jährlich ab 36 Euro = 3 Euro monatlich.

 Button zum Spendenportal

Spendenkonto 211014164 Sparkasse Dortmund
BLZ 44050199 - gemeinnützig
Ihre Spendenquittung stellen wir im Januar des Folgejahres aus.

 

Helfen leicht gemacht: Bestellen Sie unsere Werbekarte oder Flyer

TABU Werbekarte

Die Dortmunder Agenturen
wide publish mediendesign und das Medienbüro Gesine Lübbers haben für uns eine Infokarte gestaltet und gesponsert.
Die gelungene Werbekarte findet Verwendung bei öffentlichen Veranstaltungen und privaten Gelegenheiten, kann in Praxen, Kanzleien, Fimen ausgelegt und  kostenlos bei uns bestellt werden:
Tel. 0231 - 123 109
mail: Infokarte@verein-tabu.de

... mehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 


© Ulla Barreto, TABU e.V.

Ursprung

Ausgrabungsfunde in Ägypten stützen die Vermutung, dass die weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation = FGM) schon in pharaonischen Familien praktiziert wurde. Der Begriff „pharaonische Beschneidung“ untermauert diese These. Es handelt sich bei der ägyptischen Verstümmelungsform, die teilweise auch in anderen Ländern praktiziert wird, um eine sog. Infibulation (lat. Fibula = Verschluß).  Die Narbenbildung (Keloide) dauert nach der ausgeführten Verstümmelung etwa einen Monat. Bei der Infibulation werden die gesamten äußeren Geschlechtsteile der Mädchen abgeschnitten und verbleibende Hautlappen der ausgekratzten äußeren Schamlippen und des Venushügels über der klaffenden Wunde bis auf eine winzige Öffnung für den Abfluss von Urin und Menstruationsblut mit Nähmaterial, Akaziendornen oder Baumharz (Malmala) verschlossen. Als Ergebnis ist eine flache Hautbrücke gewünscht, mit einer möglichst glatten Narbe als "Verschluss". In der Hochzeitsnacht müssen die Genitalien der Betroffenen mit Gewalt geöffnet werden, wobei vom Ehemann auch Gegenstände zu Hilfe genommen werden. Bei jeder Geburt werden die vernarbten Genitalien der Frauen aufgeschnitten (De-Fibulation) und anschließend wieder zugenäht (Re-Infibulation).

Nach ihrer Eroberung Ägyptens im siebten bis achten Jahrhundert n. Chr. adaptierte der Islam den schädlichen Brauch und verbreitete ihn zunächst in die Nachbarländer (Äthiopien, Sudan, Somalia) und später in weitere Eroberungsgebiete auf dem afrikanischen Kontinent und der arabischen Halbinsel. Dabei änderten sich in verschiedenen Ländern und Regionen die Formen der Ausführung ("Sunna" und Exzision). Auch nicht-islamische Völker übernahmen im Laufe der Jahrhunderte FGM und integrierten sie häufig in sog. Initiationsriten (z.B. Kisii, Kalenjin/Kenya, Mandingo/Gambia/Senegal). Inzwischen wird FGM auch in einigen muslimisch dominierten Regionen Asiens praktiziert. Im Koran selber findet sich allerdings kein Gebot (Sunna) zur Ausübung und neben vielen muslimischen Befürwortern der Praktik, die auch heute noch eine genitale Verstümmelung als "ehrenhaft" für die Frauen bezeichnen, regt sich inzwischen einzelner und organisierter Widerstand, der für die Protestierenden nicht immer ungefährlich ist (z. B. in Somalia, Sierra Leone, Benin, Nigeria).

siehe: Fatwa von Kairo
(Organisation TARGET  - in arabischer Schrift)

Historische Zeugnisse finden sich bei El-Gawhary, K. 1994