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Conny Mwashuma, CAFGEM Kenia, zur Terminologie

Verbreitung

Eine Legitimierung oder gar Vorschrift zur Ausübung von weiblicher Genitalverstümmelung findet sich weder im Koran noch in der Bibel. Das frauenfeindliche Dogma der „Jungfräulichkeit“ und archaische Ehrvorstellungen aber dienen den Verfechtern dieser Praktik dazu, dieses schreckliche Ritual mit Falschaussagen und Druck zu "legitimieren" und sogar weiter zu verbreiten.

Die ritualisierte Gewalt von Genitalverstümmelung an Mädchen wird in etwa 30 afrikanischen Ländern (von Ägypten ausgehend nach Ost, West und Süd) praktiziert und verbreitet sich sowohl im Nahen-/Mittleren Osten (z.B. Nordirak/Kurdistan, Iran, Oman, Jemen, Vereinigte Arabische Emirate),  als auch in Asien (Malaysia, Indonesien, Indien, Philippinen), dabei zunehmend intensiver in islamisch-fundamentalistisch unterwanderten Regionen.

Die immer noch vielfältig verwendete Bezeichnung "Beschneidung" wird der Beschreibung dieses Verbrechens nicht gerecht und impliziert seit jeher eine Verharmlosung, was aufgrund falscher Wahrnehmung im Bewusstsein der Öffentlichkeit einen immensen Nachteil für die Opfer bedeutet, denn was harmlos ist, kann u. U. toleriert werden (Kulturrelativismus).

Mittlerweile gehen wir von einem globalen Gewaltphänomen aus, das auch zunehmend in Amerika und Europa auftritt und hier auf Entsetzen und Ablehnung trifft.

Karte Verbreitung FGM (medizillu.de)