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"Wenn wir den Kreis der Gewalt einmal durchbrechen, sind die Mädchen geschützt!"  
 
Marie Nareku,  
Projektleiterin CAFGEM Taveta

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Statement der Schirmherrin der Taskforce FGM, Marie Nareku, zur Terminologie "Genitalverstümmelung"

Was wir machen

Wir brechen ein Tabu, um Mädchen und Frauen vor ritualisierter Gewalt zu schützen. Durch gezielte Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit setzen wir uns seit 2001 in Deutschland und Afrika gegen weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, kurz FGM) ein.

Genitalverstümmelungen an Mädchen gehören zu den systematischsten und am weitesten verbreiteten Misshandlungen und Kinderrechtsverletzungen – mit über drei Millionen Opfern jedes Jahr allein in Afrika, jene aus dem Jemen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Irak und Iran sowie aus Indonesien und Malaysia noch gar nicht eingerechnet. Weltweit müssen wir von mehr als 200 Millionen Opfern dieser Praktik ausgehen! Unzählige Mädchen verbluten oder sterben an einem Schock. Entwicklungshilfe kann aber erst da erfolgreich sein, wo die Menschen selbst geschaffenes, vermeidbares Leid beenden. Genitalverstümmelung, d.h. die schwere, vorsätzliche Schädigung der körperlichen und seelischen Gesundheit ganzer Generationen, verhindert die Entwicklung in diesen Ländern bzw. Regionen. Diese Gewalt zu stoppen ist Grundvoraussetzung für nachhaltige Entwicklung.

In Deutschland beteiligen wir uns an Aufklärungskampagnen, um eine breite Öffentlichkeit zu informieren und zu motivieren, sich selbst aktiv für den Schutz der 30.000 bis 50.000 gefährdeten Mädchen stark zu machen. Wir wenden uns an politische FunktionsträgerInnen, um die Präventionsarbeit und den Opferschutz in Deutschland zu befördern. Dabei appellieren wir auch an die Bundesregierung, ihrer Verpflichtung zum Schutz aller gefährdeten, in Deutschland lebenden Kinder nachzukommen und zeigen die nötigen Schritte auf. Denn bislang existieren in Deutschland keinerlei effektive Präventionsmaßnahmen, um Kinder vor dieser schweren Gewalt und Misshandlung zu schützen. Selbst eine angemessene Verfolgung bereits erfolgter Taten ist unter den gegebenen Umständen für die Behörden kaum möglich, denn es herrschen ausgesprochen täterfreundliche Bedingungen (wie die fehlende Melde- und Untersuchungspflicht).

Unsere Projektarbeit in Afrika zeigt aber, dass sich Genitalverstümmelung und andere frauenfeindliche Praktiken in ihren Ursprungsregionen mit einem konsequent kinderrechtsbasierten Programm überwinden lassen.

Wir helfen gesellschaftlichen Wandel anzustoßen und tragen dazu bei, geschlechtsspezifische Gewalt und Unterdrückung einzudämmen. In der Entwicklungszusammenarbeit ebnet dieser Prozess den Weg zu einer nachhaltig verbesserten gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Lebensperspektive für die betreffenden Menschen.

Seit 2001 fördern wir das Selbsthilfeprojekt CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation) in Kenia, das mit eigenen Strategien frauenfeindliche Strukturen in der Gesellschaft durchbricht. Erfahren Sie alles über CAFGEM und unseren Ansatz in der Entwicklungszusammenarbeit unter "Afrika: CAFGEM Kenia".