Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

CAFGEM startet lokales Umweltschutzprogramm:

"Taka-Taka-Women" wollen Müll entsorgen
Übergabe der Schutzkleidung an die Müllarbeiterinnen für ihr zukünftiges Einkommen.

Umweltschutz

Kenia hat massive soziale, ökonomische und ökologische Probleme und gehört trotz Einnahmen durch die Tourismusindustrie zu den ärmsten Ländern der Welt. Die weitläufigen Savannenregionen mit ihren Ressourcen an Baumbestand und Wasservorräten sind durch illegale Abholzungen für Holzkohle und Export bedroht, gänzlich zu verwüsten. Für die Entsorgung von Industrie- und Hausmüll gibt es keine ausreichende Infrastruktur in den Städten; in ländlichen Gebieten ist sie nicht vorhanden.

Müllprojekt wurde gestartet

Nicht nur weibliche Genitalverstümmelung und Themen zur Reproduktiven Gesundheit allgemein, sondern auch der Umweltschutz ist Thema im CAFGEM-Projekt. Schließlich geht es dabei um hygienische und existentielle Maßnahmen. Die Zunahme von Plastikmüll verschandelt auch in der Projektregion unübersehbar die Landschaft. In der angrenzenden Siedlung gibt es bisher noch keine staatliche Lösung für diesen Zustand, wie z. B. Aufklärungskampagnen, Müllentsorgung oder bewachte Deponien. Deshalb wurde das Problem der Müllentsorgung ins Bildungsprogramm von CAFGEM aufgenommen. Kinder und Erwachsene werden mithilfe von Aufklärungsfilmen und anschließenden Diskussionen in der CAFGEM Primary School sensibilisiert.
Die an CAFGEM angeschlossenen Frauengruppen haben sich an die zuständige Behörde gewandt. Die Behörde der Community hat aufgrund ihrer konstanten Beschwerden im Sommer 2011 endlich eine erste Deponie graben lassen.

CAFGEM möchte nicht nur ideell, sondern auch finanziell einen Beitrag zu dieser Aktion leisten um Fakten zu schaffen. Mittellose Frauen sollen mit dem Sammeln von Müll ein Einkommen erwirtschaften können. Schnell fanden sich Müllsammlerinnen "Taka-Taka-Women", die 2011 endlich mit der nötigen Schutzkleidung und Arbeitsausstattung durch eine Spende der Agenda21-Dortmund ausgestattet werden konnten. Wir danken der Dortmunder Jury sehr herzlich für die effektive Unterstützung!

Ressourcenschonung: Baumschule

Das Projektgebiet bietet aufgrund der sandigen, harten Bodenbeschaffenheit für die Agrarwirtschaft keine idealen Bedingungen. CAFGEM will dennoch dem illegalen Holzkohleraubbau mit einer Baumschule an der Projektschule praktisch und theoretisch entgegenwirken. Schon jetzt werden auf dem Schulhof tropengeeignete Casuarina-Bäume angepflanzt. Die CISP-Organisation in Malindi entsandte einen Fachmann für ein Seminar in der CAFGEM-Schule und gab anschließend praktische Anleitungen zur Anzucht von Setzlingen. Die CAFGEM-Schulkinder haben damit begonnen, Baumsetzlinge im Schulgarten zu ziehen, welche für die Pflanzungen in Frage kommen. So wird erreicht, dass die Kinder sich als kleine Paten für die Bäumchen verantwortlich fühlen.

Durch die finanzielle Unterstützung der DEW21 konnte das Schulgelände mit Wasser versorgt werden. Wir danken an dieser Stelle insbesondere Helmut Engelhardt für sein fachkundiges Verständnis der Problematik und seine kontinuierliche Unterstützung in seiner Funktion als Geschäftsführer.

Bedarf: Für die Ausweitung und Entwicklung dieser Maßnahme wäre ein professionelles unterirdisches Leitungssystem (Tröpfchenzuleitung) wegen der heißen Tropensonne ideal. Fachleute die CAFGEM bei der Umsetzung der Umweltprojekte mit know how helfen und beraten möchten, können uns jederzeit gerne kontaktieren.

Umweltschutz

CAFGEM organisierte eine Dorfversammlung zur Müllproblematik

Die Spenden sind angekommen: Schutzkleidung, Gummistiefel und Geräte für die Müllsammlung wurden übergeben. Gesunde starke Esel für den Transport werden noch folgen. Das CAFGEM-Team hofft auf professionelle Hilfe für die themenbezogene Bildung in der CAFGEM-Schule, denn ein Umdenken der Bevölkerung zur Müllentsorgung und Müllrecycling ist hier sehr notwendig.

Baumschule

Setzlinge Casuarina Trees