Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

 

Ziel von Verein TABU ist die totale Abschaffung der genitalen Verstümmelung als schädliche Tradition und Form massiver ritueller Gewaltanwendung gegen Kinder!

Wir brechen ein Tabu, um Kinder vor ritueller Gewalt zu schützen!

TABU INTERNATIONAL setzt sich seit 2001 für Aufklärung und Bildung zwecks Beendigung der ritualisierten Gewalt von  Genitalverstümmelungen („Beschneidung“) und damit für einen verbesserten Kinderschutz ein. Die körperliche Unversehrtheit ist das wichtigste Menschenrecht. Neben der Aufklärungsarbeit in Deutschland hat unser Verein in Kenya (Ost-Afrika) in Kooperation mit der lokalen Bevölkerung unterschiedliche Förderprojekte initiiert:
- Aufklärungskampagnen in Dörfern der Küsten- und Kilimanjaro-Region mithilfe der Anwendung von tools des Ärzteverbands Aktion Regen, Österreich;
- Starthilfen für Frauengruppen für landwirtschaftliche Projekte;
- Verteilung von Eseln an Frauen zur Arbeitserleichterung;  
- Verlegung von Wasserleitungen mit Pumpeninstallationen und Speichertanks;
- Institutionalisierung von Bildung durch den Bau von Kindergärten und Schulen samt Ausstattungen, Bildungsmaterialien und der Installation von Solaranlagen;
- Spenden von medizinischen Geräten & Medikamenten für eine Medic-Station;

- Zusammenarbeit mit MTC/Medical Trainings Centre, Mombasa: Aufklärung für Studierende und Ausbildungshilfe für benachteiligte Studentinnen
- regelmäßige Gesundheits check-ups für Schulmädchen als Kontrolle gegen FGM;

Alle Maßnahmen haben das Ziel, die Bevölkerung zum Thema Menschenrechte als eine globale Strategie gegen Gewalt aufzuklären und für mehr Bildung einzutreten.

Herzlichen Dank an alle Spender und Fördermitglieder! Sie helfen konkret dabei, unsere ehrenamtliche Arbeit zum internationalen Kinderschutz voranzutreiben! Mit Spenden oder einer kontinuierlichen Fördermitgliedschaft können Sie uns sinnvoll unterstützen, die Expansion unserer Förderprojekte in Afrika umzusetzen. Gemeinsam können wir den Menschen damit in ihrer Heimat eine verbesserte Lebensperspektive geben und Fluchtursachen entgegenwirken:

Sparkasse Dortmund IBAN: DE73 4405 0199 0211 014164

BIC-/Swift-Code: DORTDE33

FLUCHTURSACHEN BEKÄMPFEN!

... ist ein häufig geäußerter Appell angesichts der Flüchtlingsströme nach Europa. Nichts anderes praktizieren wir im Rahmen unserer Möglichkeiten seit vielen Jahren in Ost-Afrika indem wir helfen, benachteiligten Menschen durch Aufklärung und dem Bau von Kindergärten und Schulen mehr Zugang zur Bildung zu verschaffen und insb. Frauengruppen mit Starthilfen zu ökonomisch sinnvollen Projekten zu verhelfen. Zu unseren Förderbedingungen zählen Projektstandards, an Aufklärungsveranstaltungen zur Reproduktiven Gesundheit (Ärzteverband AR) teilzunehmen und die Mädchen vor Genitalverstümmelung (FGM) nachweislich durch Unversehrtheitskontrollen zu schützen. Die Aufklärung gegen die "Beschneidungen" an Jungen steht noch am Anfang und ist eine große Herausforderung für die kenyanischen MitarbeiterInnen.

4Der Widerstand gegen schädliche Praktiken wie traditionelle Genitalverstümmelungen ist Voraussetzung für den gesellschaftlichen Wertewandel zugunsten von Menschenrechten. In Kenya konnten wir mithilfe von Spenden Kindergärten & Schulen bauen lassen, wo Mädchen mit dem Einverständnis der Eltern von staatl. Gesundheitspersonal regelmäßig auf ihre genitale Unversehrtheit (genital check-ups) untersucht werden.

 

AFRIKA: Unsere institutionalisierten Förderprojekte in Kürze

CAFGEM (Community against FGM) in Kenya / Ost-Afrika

3Kinango: Die erste Förderschule mit Kindergarten wurde 2014 an die staatlichen Verantwortlichen übergeben. Uns wurde versichert, dass die Eltern für immer auf die rituelle Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation/FGM) verzichten. Die Schule wurde 2010 vom kenyanischen Bildungsministerium als Role Model ausgezeichnet.

 

MaaNursery308Kasigao: Der neue Kindergarten der Maasai wartet auf seine Erweiterung, die wir mit dem Bau eines größeren Steinhauses Ende 2017 realisieren werden. Die Maasai dieser Gegend haben FGM aufgegeben und verbreiten dies als Multiplikatoren auch über die Landesgrenzen hinaus nach Tanzania.

 

TavetaPrimaryFrontTaveta: Alle 8 Klassen der zweiten Projektschule am Kilimanjaro wurden 2016 fertiggestellt. Die Tagesschule soll nun eine duale Funktion als Internat bekommen. Dafür ist der Bau von Schlafräumen erforderlich. Wie in der ersten Förderschule werden auch hier Erwachsenenbildung und regionale Aufklärungen einschließlich follow ups durchgeführt. Hier befindet sich das Projektbüro von CAFGEM.

 

Maasai_Amboseli_Kampagne1Amboseli: CAFGEM hat die Aufklärung zum Amboseli-Gebiet ausgedehnt. Engagierte junge Maasai-Chiefs und Community Healt Worker (CHW) sind dankbar für die ideelle und finanzielle Unterstützung bei der Aufklärung, bei denen unsere Projektaktivistinnen die Tools vom Ärzteverband "Aktion Regen" für die Arbeit an der Graswurzel (grassroot) einsetzen. Geplant ist der Bau eines Bildungszentrums inclusive Schutzaufenthalt für gefährdete Mädchen.

 

Deutschland: Wir sind Mitinitiatorin des Runden Tisch-FGM-Dortmund

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Der Runde Tisch FGM Dortmund hat sich dort, wo es um die Verstümmelung der weiblichen Genitalien sowie die damit einhergehenden gravierenden Spätfolgen geht, der Aufklärungsarbeit und Prävention verschrieben. Darüber hinaus wird an der Entwicklung von Hilfe- und Beratungsangeboten für die betroffenen Mädchen und Frauen gearbeitet, die aus unterschiedlichen Kulturkreisen stammen. - In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf das Präventionsprogramm von Ayaan Hirsi Ali: ICH KLAGE AN, Kapitel: "Genitale Verstümmelungen dürfen nicht geduldet werden", Verlag Piper, ISBN 3-492-04793-9, Als Abgeordnete im holländischen Parlament stellte sie 2004 den ersten Entwurf eines Präventionsprogramms für die Niederlande vor, gedacht als zielführend für die EU. mehr...

 

Hintergrund rituelle Genitalverstümmelungen:

Genitalverstümmelungen sind Ausdruck archaischer und gewalttätiger Kulturen. Schon im alten Ägypten wurden solche Prozeduren an Kindern jeden Geschlechts vorgenommen. Die Jungenbeschneidung geht auf die Überlieferung von Abraham zurück, der seinen Sohn Isaak vor dem Opfertod durch die Penisbeschneidung gerettet haben soll. Verschiedene Formen haben sich seither "entwickelt", die auch in Synagogen und Moscheen durchgeführt werden. Inzwischen regt sich weltweiter Widerstand von Betroffenen. Auch Todesfälle als Folge - ähnlich wie bei weiblichen Kindern - geraten mehr und mehr an die Öffentlichkeit.

Die sog. Pharaonische Beschneidung ist die radikalste Form, die an Mädchen praktiziert wird. Die Durchführung auf dem Land oder in privaten Wohnungen der Städte geschieht unter unhygienischsten Bedingungen und ohne Narkose, dabei halten mehrere Personen das Kind gewaltsam fest. Die Tortur kann bei Mädchen bis zu einer Stunde dauern. Etwa 8 - 10 % der weiblichen Opfer stirbt unmittelbar an Verblutung mit einhergehendem Schock und/oder Infektionen. Insgesamt ein Drittel sterben an den Direkt- und/oder Spätfolgen. Weniger bekannt ist, dass auch Jungen jedes Jahr hauptsächlich in Afrika, aber auch anderswo, daran sterben. mehr...

Wo und wie auch immer die Prozedur durchgeführt wird handelt sich um eine fundamentale Menschenrechtsverletzung, die nicht mehr aus falscher Toleranz geduldet werden darf! Auch die "Beschneidung" an Jungen ist kein harmloser Eingriff, wie uns seriöse Kinderärzte erklären: www.kinderaerzte-im-netz.de Dazu hier ein authentisches Video: Video abspielen

Weltweit schätzt man die Zahl der weiblichen Betroffenen auf 300 Millionen, und etwa jeder sechste Junge soll betroffen sein. Migrationsbewegungen haben dieses sinnlose Folterritual über den gesamten Erdball verbreitet. Eindeutige Statistiken können bisher nicht erstellt werden, denn medizinische Dokumentationen sind lückenhaft oder fehlen gänzlich. Für einen effektiveren Kinderschutz plädieren wir deshalb für regelmäßige medizinische Kontrolluntersuchungen an Minderjährigen, die z. B. mit verbesserten verbindlichen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden könnten. Länder der EU sollten mit gutem Beispiel vorangehen, wie Ayaan Hirsi Ali als ehem. Abgeordnete im holländischen Parlament es bereits 2004 vorgeschlagen hatte.

Internationaler jährlicher Aktionstag: 6. Februar

"Null Toleranz zu weiblicher Genitalverstümmelung!"

"Zero Tolerance to FGM - Day!"

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Das Inter African Committé rief bei einer internationalen Konferenz in Addis Abeba im Jahre 2002 den 6. Februar als Kampftag gegen die weibliche Genitalverstümmelung aus. Seither wird dieser Tag jedes Jahr weltweit von vielen Organisationen und Frauengruppen mit unterschiedlichen Aktionen begangen, um immer wieder gegen die Unmenschlichkeit dieser frauenverachtenden Praktik zu informieren und ihre Abschaffung zu fordern. Die Förderprojekte von TABU in Kenya gehören seit Anbeginn dazu. Hier schließen sich Frauengruppen verschiedener Ethnien und Religionen zusammen und mobilisieren mit einem Aktionsprogramm die Öffentlichkeit.

 

 

 

 

TABU e.V. arbeitet unter der Schirmherrschaft von Stadträtin Birgit Zoerner

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TABU e.V. ist im Besitz des Agenda21-Siegels der Stadt Dortmund und gewann 2011 den jährlichen Wettbewerb. (Oberbürgermeister Ulrich Sierau bei der Übergabe an die Vereinsvorsitzende Ulla Barreto.)

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Aktuelles:

Geschlechtsneutraler Kinderschutz muss Geltung erlangen! Darum solidarisieren wir uns mit Betroffenen und mehr als 30 internationalen Organisationen:

http://beschneidung.die-betroffenen.de/
http://genitale-autonomie.de/

https://hpd.de/artikel/zwei-neue-botschafter-fuer-intaktiv-14373

Afrika-Tag 2017 Schülerinnen & Schüler im "Pott" von NRW zeigen soziales Engagement für afrikanische Kinder

Leibniz Gymnasium leistet jährlich ein vorbildliches Engagement zugunsten benachteiligter Kinder in unserem Förderprojekt CAFGEM Kenya.

 

Lisa (re.) und Franziska (li.) sammelten Spenden beim Klavierspielen in der Dortmunder City. Eine grandiose Idee, die sehr erfolgreich war. Besten Dank an Euch!

 

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Spendenlauf an der GS Willi Brandt in Bochum. Auch an Euch alle sehr herzlichen Dank für den tollen Einsatz!

Die SchülerInnen des Dortmunder Leibniz-Gymnasium und der Willi Brandt-Gesamtschule Bochum helfen jährlich mit vorbildlichem Engagement. Wir danken den engagierten SV-Leuten und allen Beteiligten sehr herzlich im Namen unser Förderkinder in Kenya!

Die Kinderbücher sind angekommen!

"The Rhinoceros & The Housefly"

Die Künstlerin Bruni Braun ließ ihr wunderschönes Kinderbuch "Das Nashorn und die Stubenfliege" ins Englische übersetzen. Wir brauchen noch mehr Exemplare für Kenya. Herzlichen Dank an alle bisherigen Spender und die engagierte Künstlerin!

Spenden Sie afrikanischen Kindern dieses tolle Lesebuch: ISBN 978-3-7375-1324-1 Erhältlich beim epubli Verlag Berlin, Amazon, Kindle, Weltbild, Hugendubel, Google Play.

 

Bildung für benachteiligte Kinder:

Der Schulbau der zweiten Förderschule am Kilimanjaro ist fertiggestellt. Anschließend soll mit dem Bau einer Boarding School (Übernachtungsmöglichkeit) das Bildungsangebot für Kinder aus entlegenen Gebieten ermöglicht werden. Wir leisten ehrenamtliche Bauaufsicht und sammeln auch dafür wieder Spenden.

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(Fotos und Texte unterliegen dem Urheberrecht von TABU e.V.)