KünstlerInnen prangern FGM an
TABU hat ein Kunstprojekt gestartet. Die erste Ausstellung mit Originalen findet statt im Museum am Ostwall, Dortmund, ab Ende Juli bis Ende September. Informationen zur Teilnahme für KünstlerInnen & Kunstkauf finden Sie hier
Bildergalerie / Artgallery
Nachhaltige Entwicklung
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Auch 2012 haben wir das Agenda21-Siegel der Stadt Dortmund für nachhaltige Projekte erhalten!
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Arbeit von TABU vom WDR-TV gewürdigt:
Anlässlich der Kinderlachen-Gala am 24.11.2012 dokumentierte der WDR unsere Arbeit mit einem TV-Beitrag in LOKALZEIT. Den vollständigen Film sehen Sie hier:
Willkommen! Welcome! Karibuni Sana!
Wir brechen ein Tabu, um Kinder vor ritueller Gewalt zu schützen und engagieren uns gegen die Ausübung von weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation / FGM).
Die Ursprünge liegen ca. 4000 Jahre zurück. Bei der Praktik werden Mädchen im vorpubertären Alter die äußeren Genitalien in unterschiedlicher Weise verstümmelt. Bei manchen Völkern (z. B. Ägypten, Äthiopien, Sudan, Saudi Arabien) wird diese Gewalt teilweise schon an Babys ausgeübt. Die Durchführung auf dem Land oder in privaten Wohnungen der Städte geschieht unter unhygienischen Bedingungen und ohne Narkose mit Messern jeglicher Größe, Muschelrändern, Glasscherben, Konservendeckeln, Scheren oder Rasierklingen. Mehrere Personen halten das Kind gewaltsam fest. Die Tortur kann bis zu einer Stunde dauern. Etwa ein Drittel der kleinen Opfer stirbt durch Verblutung mit einhergehendem Schock und/oder Infektionen. Betroffene Frauen leiden häufig an chronischen Spätfolgen wie Entzündungen der äußeren und inneren Geschlechtsorgane. Mutter und Kind sind oft lebensbedohlich gefährdet durch zeitverzögerte Entbindungen. Seit Jahren nimmt der Trend bei städtischen Familien zu, ihre Töchter in Praxen oder Kliniken verstümmeln zu lassen. Medizinisch ausgebildetes Personal handelt dort gegen den geleisteten Eid und - je nach Land - gegen geltendes Gesetz. mehr...
Wo und wie auch immer FGM durchgeführt wird: es handelt sich um eine schwere Menschenrechtsverletzung, die nicht geduldet werden darf! Weltweit wird die Zahl der Betroffenen inzwischen auf rd. 300 Millionen geschätzt. Die Praktik wird auch im nahen Osten bei islamischen Völkern, sowie im fernen islamisch-ost-asiatischen Raum durchgeführt. Migrationsbewegungen haben die Praktik über den gesamten Erdball verbreitet. Auch in Deutschland gibt es bis zu 50.000 tausende betroffene oder gefährdete Mädchen. Eindeutige Statistiken können nicht erstellt werden, da aufgrund lückenhafter medizinischer (Vorsorge)untersuchungen dokumentierte Daten fehlen. Bisher steht das Elternrecht vor dem Kindeswohl. Aufgrund der widersprüchlichen Gesetzeslagen sehen die Regierungen europäischer Länder (noch) ein Problem darin, Mädchen in betreffenden Einwandererfamilien effektiv vor FGM zu schützen. Das sind wir bestrebt zu ändern. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf das Präventionsprogramm von Ayaan Hirsi Ali: ICH KLAGE AN, Kapitel: "Genitale Verstümmelungen dürfen nicht geduldet werden", Verlag Piper, ISBN 3-492-04793-9, www.piper.de Noch als Abgeordnete des holländischen Parlaments stellte sie 2004 den ersten Entwurf eines Präventionsprogramms für die Niederlande vor, der bahnbrechend sein sollte für die EU. mehr...
TABU e.V. in der Entwicklungszusammenarbeit
Die Arbeit gegen traditionelle schädliche Praktiken wie FGM ist Voraussetzung für einen gesellschaftlichen Wertewandel zugunsten von Frauen- und Kinderrechten = Menschenrechten.
Wir leisten ehrenamtlich die Kooperation für CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation) in Kenia. Das Projekt hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2000 von einem Aufklärungsprojekt "an der Graswurzel" (grassroot) zu einem institutionalisierten Bildungsprojekt für die regionale Zivilbevölkerung und einem Schutzprojekt für Mädchen durch medizinische Unversehrtheitskontrollen entwickelt. Das ist in der Entwicklungszusammenarbeit eine bisher weltweit noch einmalige Maßnahme, die aufgrund der vertrauensbildenden Zusammenarbeit von TABU e.V. mit Angehörigen der kenianischen Zivilbevölkerung möglich wurde: mehr...
"Null Toleranz zu weiblicher Genitalverstümmelung!" am 6. Februar
Das Inter African Committé rief bei einer internationalen Konferenz in Addis Abeba im Jahre 2002 den 6. Februar als Kampftag gegen die weibliche Genitalverstümmelung aus. Seither wird dieser Tag jedes Jahr weltweit von vielen Organisationen und Frauengruppen mit unterschiedlichen Aktionen begangen, um immer wieder gegen die Unmenschlichkeit dieser frauenverachtenden Praktik zu informieren und ihre Abschaffung zu fordern. CAFGEM in Kenia, das Förderprojekt von TABU e.V., gehört seit Anbeginn dazu. Hier organisieren Frauengruppen verschiedener Ethnien und Religionen jährlich gemeinsam ein Aktionsprogramm, um die Öffentlichkeit gegen Genitalverstümmelungen an Mädchen zu mobilisieren.
Ein CAFGEM-Begleitprojekt zum Umweltschutz:
Starthilfe für das Einkommen mittelloser Frauen!
Die Stadt Dortmund würdigt das Ehrenamt: TABU e.V. wurde Gewinner des Agenda21-Wettbewerbs 2011:
"Taka Taka Women" erhalten eine Ausrüstung für das Müllsammeln und Esel für den Mülltransport.
Die mittellosen Frauen haben an CAFGEMs Aufklärungsveranstaltungen
teilgenommen und öffentlich versichert, ihre Töchter der genitalen Verstümmelung nicht mehr zu unterziehen, um sie später als minderjährige Mädchen für ein Brautgeld zu verheiraten. Ihre Kinder wurden in den Kindergarten und in die Projektschule von CAFGEM aufgenommen. Die Frauen haben sich CAFGEM angeschlossen und erhalten nun ein Einkommen durch die Müllentsorgung der Anwohner. Dies war die
Einleitung des dringend notwendigen, regionalen Umweltschutzes.







