Wir schützen kleine Wüstenblumen!

Gegen Genitalverstümmelung
Für Frauen- und Kinderrechte

Hier der TV-Beitrag zum TABU-Kunstprojekt im WDR-LOKALZEIT Dortmund.

Wir brechen ein Tabu, um Kinder vor ritueller Gewalt zu schützen!

CAFGEM FC vom Förderprojekt in Kenia. Die Spieler haben sich das Projektmotto "NO MUTILATION" (keine Verstümmelung) auf ihre Trikots gedruckt. Das Umdenken der männlichen Jugendlichen gibt Hoffnung auf einen Wertewandel zugunsten unversehrter Kinder. Wir unterstützen Aufklärung und Bildung für benachteiligte Menschen in Afrika, um dieses Ziel zu erreichen.

copyright: TABU e.V. - Bannergestaltung: S. J. Niklas, Atelier EAW Schwerte NRW - for CAFGEM Projects Kenya

Die Ursprünge liegen ca. 4000 Jahre zurück. Bei der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) werden Mädchen im vorpubertären Alter die äußeren Genitalien in unterschiedlicher Weise verstümmelt. Bei manchen Völkern (z. B. Ägypten, Äthiopien, Sudan, Saudi Arabien) wird diese Gewalt teilweise schon an Babys ausgeübt. Die Durchführung auf dem Land oder in privaten Wohnungen der Städte geschieht unter unhygienischen Bedingungen und ohne Narkose, mit Messern jeglicher Größe, Muschelrändern, Glasscherben, Konservendeckeln, Scheren oder Rasierklingen. Mehrere Personen halten das Kind gewaltsam fest. Die Tortur kann bis zu einer Stunde dauern. Etwa 8 - 10 % der kleinen Opfer stirbt direkt infolge Verblutung mit einhergehendem Schock und/oder Infektionen. Insgesamt ein Drittel der Frauen sterben an Direkt- oder Spätfolgen durch die Infibulation ("pharaonische Beschneidung"). Anstatt diese Unsitte durch neu erhaltenes Wissen aufzugeben, nimmt der Trend bei städtischen Familien zu, ihre Töchter in Praxen oder Kliniken verstümmeln zu lassen. Medizinisch ausgebildetes Personal handelt dort gegen den geleisteten Eid und - je nach Land - gegen geltendes Gesetz. mehr...

Wo und wie auch immer FGM durchgeführt wird: es handelt sich dabei um eine schwere Menschenrechtsverletzung, die nicht geduldet werden darf! Weltweit wird die Zahl der Betroffenen inzwischen bis zu rd. 300 Millionen geschätzt, denn die Praktik wird auch in einigen Regionen des nahen Ostens, sowie im islamisch-ost-asiatischen Raum durchgeführt. Migrationsbewegungen haben sie bereits über den gesamten Erdball verbreitet. Auch in Deutschland gibt es bis zu 50.000 tausende betroffene oder gefährdete Mädchen. Eindeutige Statistiken können nicht erstellt werden, da aufgrund lückenhafter medizinischer (Vorsorge)untersuchungen dokumentierte Daten fehlen. Aufgrund der widersprüchlichen Gesetzeslagen sehen die Regierungen europäischer Länder (noch) ein Problem darin, Mädchen in betreffenden Einwandererfamilien effektiv vor FGM zu schützen.

TABU e.V. ist Mitinitiatorin des Runden Tisch-FGM-Dortmund. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf das Präventionsprogramm von Ayaan Hirsi Ali: ICH KLAGE AN, Kapitel: "Genitale Verstümmelungen dürfen nicht geduldet werden", Verlag Piper, ISBN 3-492-04793-9, www.piper.de Noch als Abgeordnete des holländischen Parlaments stellte sie 2004 den ersten Entwurf eines Präventionsprogramms für die Niederlande vor, der bahnbrechend sein sollte für die EU. mehr...

TABU e.V. in der Entwicklungszusammenarbeit

Die Arbeit gegen traditionelle schädliche Praktiken wie FGM ist Voraussetzung für einen gesellschaftlichen Wertewandel zugunsten von Frauen- und Kinderrechten = Menschenrechten.

TABU leistet keine klassische "Entwicklungshilfe", sondern es geht bei unserem Engagement um Entwicklungszusammenarbeit, d.h. Kooperation auf Augenhöhe mit den Partnerinnen in Afrika. Aufgrund dieser Strategie hat sich das Frauenselbsthilfe-Projekt CAFGEM (Community Against Female Genital Mutilation) in Kenya seit seiner Gründung im Jahr 2000 von einem Aufklärungsprojekt "an der Graswurzel" (grassroot) zu einem institutionalisierten Bildungsprojekt für die regionale Zivilbevölkerung (Kinder- und Erwachsenenbildung) und einem Schutzprojekt für Mädchen durch medizinische Unversehrtheitskontrollen entwickelt. Das ist eine bisher weltweit noch einmalige Maßnahme, die aufgrund der vertrauensbildenden Zusammenarbeit von TABU e.V. mit Angehörigen der kenyanischen Zivilbevölkerung ab 2003 im CAFGEM-Projektkindergarten realisiert wurde und seit 2006 für die Kinder der neu gebauten CAFGEM-Projektschule ebenso durchgeführt wird: mehr...

Internationaler jährlicher Aktionstag

"Null Toleranz zu weiblicher Genitalverstümmelung!" - 6. Februar

"Zero Tolerance to FGM - Day!"

CAFGEM 465 CAFGEM 466

Das Inter African Committé rief bei einer internationalen Konferenz in Addis Abeba im Jahre 2002 den 6. Februar als Kampftag gegen die weibliche Genitalverstümmelung aus. Seither wird dieser Tag jedes Jahr weltweit von vielen Organisationen und Frauengruppen mit unterschiedlichen Aktionen begangen, um immer wieder gegen die Unmenschlichkeit dieser frauenverachtenden Praktik zu informieren und ihre Abschaffung zu fordern. CAFGEM in Kenia, das Förderprojekt von TABU e.V., gehört seit Anbeginn dazu. Hier organisieren Frauengruppen verschiedener Ethnien und Religionen jährlich gemeinsam ein Aktionsprogramm, um die Öffentlichkeit gegen Genitalverstümmelungen an Mädchen zu mobilisieren.

Ein CAFGEM-Begleitprojekt zum Umweltschutz: Starthilfe für das Einkommen mittelloser Frauen!

Die Stadt Dortmund würdigt das Ehrenamt: TABU e.V. wurde Gewinner des Agenda21-Wettbewerbs 2011:

"Taka Taka Women" erhalten eine Ausrüstung für das Müllsammeln und Esel für den Mülltransport.

 

Die mittellosen Frauen haben an CAFGEMs Aufklärungsveranstaltungen teilgenommen und öffentlich versichert, ihre Töchter der genitalen Verstümmelung nicht mehr zu unterziehen, um sie später als minderjährige Mädchen für ein Brautgeld zu verheiraten. Ihre Kinder wurden in den Kindergarten und in die Projektschule von CAFGEM aufgenommen. Die Frauen haben sich CAFGEM angeschlossen und erhalten nun ein Einkommen durch die Müllentsorgung der Anwohner. Dies war die Einleitung des dringend notwendigen, regionalen Umweltschutzes. mehr...

 

Das Engagement von CAFGEM zum Umweltschutz geht weiter. In Zusammenarbeit mit der amerikanisch-kenianischen Organisation Wildlife Works, beteiligten sich die MitarbeiterInnen und Jugendlichen am Umweltschutztag 2013 und organisierten eine regionale Müllsammelaktion. Mit dem Motto "Reduce your Footprint" und "Think Eat Save", legten sie los. Wir waren im Juni 2013 vor Ort und konnten sie dabei begleiten.

 

 

 

 

Verein TABU arbeitet unter der Schirmherrschaft von Stadträtin Birgit Zoerner

Aktuelles:

Beryl Magoko, Kenya & Ulla Barreto, TABU

Zum internationalen Aktionstag "NULL Toleranz zu FGM!" zeigten wir am 6. + 7. Februar 2014 im Kino des Dortmunder U-Turm THE CUT, einen Dokumentarfilm der Regisseurin Beryl Magoko aus Kenia.

Mut und Können wird belohnt: schon wieder ein Preis für Beryl Magoko: "London Feminist Film Festival" die Auszeichnung als BEST FEATURE FILM http://londonfeministfilmfestival.com /2013/11/16/beryl-magoko-the-voice-of-the-voiceless/

WIR GRATULIEREN !!! Pressematerial und Trailer:

http://thecutdocumentary.wordpress.com/

http://www.facebook.com/pages/The-CUT/328887377164624

 

Mit einer Spende

der "Stiftung Zuversicht für Kinder" durch Herrn Franz Widmann (re.) von SwissLife Select und HORBACH-Geschäftsführer Herrn Stefan Mercier rückt der Ausbau des Projekt-Kindergartens von CAFGEM in Kenia in greifbare Nähe. Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die durch diese Spende mit uns zusammen noch mehr Mädchen vor FGM schützen werden!

Afrika-Tag 2013

Die SchülerInnen des Dortmunder Leibniz-Gymnasiums helfen jährlich mit vorbildlichem, sozialem Einsatz: Beim Aktionstag kamen über 6.000 € für das Bildungsprojekt in Kenya zusammen. Wir danken allen Beteiligten sehr herzlich für dieses Engagement zugunsten benachteiligter Kinder in Afrika!

Auch die SchülerInnen der Willi Brandt-Gesamtschule in Bochum engagierten sich 2013 erstmalig beim Afrika-Tag für TABU e.V.; es kamen schon bei der ersten Aktion rd. 1.500 € zusammen. Sehr herzlichen Dank an die Jugendlichen und das Kollegium.

Kirche geht auch anders

" Zu den heiligen Engeln" am 1. Advent: Jugendliche Firmlinge sammelten 790 €. Engagierte Gemeindemitglieder um Josephine Luig (li.) und Jeannette Schmitz (re.) wollten diese Messe einmal anders gestalten. Pastor Ueter (mi.) gab sein Einverständnis. Die voll besetzte Kirche hatte einen interessanten Messeablauf. Wir danken den Gemeindemitgliedern und den OrganisatorInnen sehr herzlich!

Künstlerin Claudia Hiddemann-Holthoff, (Atelier AZRA, Dortmund) stellte auf Wunsch der Organisatorinnen zu dieser Gelegenheit ihre exzellenten Gemälde zur Verfügung, die sie für unser Kunstprojekt "You & TABU with ART against FGM" gemalt hatte. Herzlichen Dank liebe Claudia! http://www.hiddemann-holthoff.eu

"Wenn die Zeit kommt, Angst zu haben - kommt auch die Kraft, sie zu bekämpfen!"

Lichtkünstler Leo Lebendig aus Dortmund und Künstlerin Sarah Jil Niklas aus Schwerte bei der Werkausstellung "You & TABU with ART against FGM" im alten Ostwall-Museum, Dortmund.

Die Künstlerin Sarah Jil Niklas aus Schwerte beteiligte sich an unserem Kunstprojekt und spendierte unserem Förderprojekt ein Banner für das Projektbüro in Kenia. Die Projektleiterinnen setzten das Banner gleich ein beim jährlichen Umzug der Frauen durch die kenianischen Dörfer am 25. 11., dem internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen!" www.sjniklas.de

(Alle Fotos und Texte unterliegen dem Urheberrecht von TABU e.V.)